In diesem Zusammenhang möchte ich abschließend noch auf ein sehr empfehlenswertes Buch hinweisen, das ganz gut zum o.g. Larimar paßt und sich u.a. auch der „Steinfühlsamkeit“ widmet. Die Autorin Jutta Nebel zählt zu den „Hochsensiblen Persönlichkeiten“ (sog. „HSPs“), Menschen mit sehr, sehr feinen Antennen sowohl für Sinnesreize, Wahrnehmungen, Stimmungen und Atmosphären ihrer Umgebung, als auch für Eindrücke eigener Erinnerungen, Vorstellungen und Gedankenwelt. In ihrem Buch nimmt Jutta Nebel die Leser durch Anekdoten und Erlebnisse ganz behutsam mit hinein in diese Welt der hochsensiblen Wahrnehmung und reflektiert damit den Fluch und den Segen, den eine solche Begabung mit sich bringt.
Dabei finden sich etliche Themen, die hochsensiblen Menschen bekannt sein dürften: In der Kindheit nicht verstanden zu werden, der eigenen Wahrnehmung zu mißtrauen, Schwierigkeiten im Beruf und sozialen Miteinander, Entscheidungsschwierigkeiten, Belastungen durch das Stadtleben und im Gegensatz dazu eine innige Beziehung zur Natur – und nicht zuletzt psychosomatische Erkrankungen.
Doch Jutta Nebel zeigt auch Lösungen, wie es trotzdem gelingen kann, mit beiden Beinen auf dem Boden des Alltags zu stehen und diesen erfolgreich zu meistern. Allein schon dadurch, daß sie ihre Erlebnisse aus dem Blickwinkel später gewonnener Einsicht und Erkenntnis reflektiert, vollzieht sich auch beim Lesen ein Wandel und inneres Verstehen, insbesondere bei Themen, die persönlich berühren.
Im letzten Viertel des Buches widmet sich die Autorin den Steinen, denen sie sich auf lebendige, einfühlsame – „steinfühlsame“ Weise nähert, auch hier mit Anekdoten, Geschichten und Meditationen, aber ebenso mit nüchternen wissenschaftlichen Fakten zur Natur und Heilwirkung der Steine. Aufgrund ihrer Hochsensibilität sind Steine stets ein „starkes Erleben“ für die Autorin, bei dem alte Schmerzen ebenso auftauchen können, wie Aufregung und große Begeisterung. Phänomene, die wir in der Steinheilkunde täglich erleben – aber selten nur in dieser Deutlichkeit und Intensität.
Doch auch in diesem Teil des Buches finden sich Lösungen und so endet das Buch (vor dem Nachwort) mit einer wunderschönen Kennenlernmeditation für die Begegnung mit einem Stein…
Insgesamt ein – wie schon gesagt – sehr empfehlenswertes Buch! Und das beileibe nicht nur für hochsensible Persönlichkeiten. Dieses Buch berührt jede/n, geht manchmal unter die Haut, bringt mitunter zum Lachen und ist sehr lehrreich. Der zweite Teil zu den Steinen war für mich als „Sachbuchautor“ sehr interessant: So hätte ich das nie geschrieben und nie schreiben können – und gerade deshalb hat es mir außerordentlich gut gefallen…
Jutta Nebel, „Wenn Du zu viel fühlst – Wie Hochsensible den Alltag meistern„, Schirner Verlag, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89767-382-3
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